SEM - SchulischesEnergie-Management

Wie sieht’s momentan aus?

Es geht in unserer Schule viel zu viel Energie unnötig verloren, z.B. beim Lüften (da die Heizung oft gleichzeitig in Betrieb ist), im Computerraum, wo die Bildschirme und PCs oft angelassen werden oder im Standby-Modus immer noch Strom verbrauchen.

Mit Thermographiebildern (Wärmebildkamera-Bilder) kann man eindeutig sehen, wo eine Außenfassade Wärme abstrahlt, also Energie verloren geht. Rot bedeutet hohe Wärmestrahlung, blau eine geringe Wärmestrahlung.

 

Hier ein paar Zahlen und Bilder zum Energie- und Wärmeverbrauch in unserer Schule:

A-Eingang der Schule

 

Westfassade

 

Südfassade

 

Sehr gut kann man erkennen, dass viele Fugen undicht sind, durch die Lüftungen viel Wärme nach außen gelangt und dass die Heizkörper an Außenwänden die Umgebung mit heizen.
Ein solch großes Gebäude benötigt extrem viel Energie, in Form von Wärme und Strom, wollen wir doch alle im Winter nicht frieren, nicht im Dunklen sitzen und immer die Folien der Lehrer genießen.

Um uns diese Dimensionen besser vorstellen zu können, haben wir ein paar Diagramme erstellt:

Der Strom der Schule wird über einen Verteiler abgerechnet, an den etliche andere Gebäude auch angeschlossen sind. Hier ein Beispiel von 2006:


Stromverbrauch 2006 (in Euro)

Den Stromverbrauch der Schule kann man auch gesondet betrachten. Da in der gesamten Stadt 30% des Strombedarfs mit Öko-Strom gedeckt werden soll, wird das PMHG zu 100% mit Öko-Strom versorgt um diese 30% zu erreichen.


Stromverbrauch 2001 bis 2008 Gymnasium (in MWh)

Um nicht zu frieren, hat es im Schulgebäude zwei Heizsysteme, die ebenfalls verschiedene Gebäude versorgen, wie das Schulhaus, die Sporthalle, das Stern-Kinderhaus und den Sportpark Goldäcker. Eine Besonderheit ist die „Holzhackschnitzel-Heizungsanlage“, die mit Holzhackschnitzel (zu 30% aus dem Stadtwald) befeuert wird und relativ kostengünstig arbeitet. Im Jahr 2006 wurden 17.180 Euro und im Jahr 2007 20.159 Euro für Holz ausgegeben.


Holzhackschnitzel-Heizanlage Verbrauch 2003 bis 2008 (in MWh)

Das zweite Heizsystem besteht aus zwei gewöhnlichen Ölbrennern, die das ganze Jahr über in Betrieb sind um das Hallenbadwasser im Sportpark Goldäcker zu erwärmen. Im Jahr 2006 wurden 30.285 Euro und im Jahr 2007 33.128 Euro für Heizöl ausgegeben, von dem an Spitzentagen im Winter 2008/2009 1000 Liter gebraucht wurden.


Heizöl - Verbrauch 2003 bis 2007 (in Liter)