Zurück in die Steinzeit

Interessante Erläuterungen und viele Fragen zu originalen Fundstücken im Museum waren das eine. Danach wurde getestet und ausprobiert. Bei einem Rundgang durch das rekonstruierte Steinzeitdorf im Freilichtmuseum konnten Wohnstätten, Werkzeuge und Waffen begutachtet werden. Dass das Leben mühsam und voller Gefahren gewesen sein muss, wurde mehr als deutlich. Vier Stunden dauerte es, um knieend das Mehl für ein einziges Brot zu mahlen. Da entschieden sich alle schnell für den wesentlich einfacheren Getreidebrei. Die Jagd mit der altsteinzeitlichen Speerschleuder war spannend und herausfordernd, aber die Erfolgsquote war ernüchternd. Sicherer war das Sammeln von Früchten, Kräutern, Beeren und Pilzen. In zwei Workshops konnte das Arbeiten mit steinzeitlichen Materialien und Werkzeugen noch intensiv erprobt werden. Die Schülerinnen und Schüler töpferten Schalen und Behältnisse und fertigten schmucke Muschelamulette, die schon in der Steinzeit Statussymbole gewesen waren.

Ein äußerst informativer, aktiver und rundum gelungener Tag fand seinen Abschluss im überfluteten und matschigen Wackelwald, wo der Boden dennoch zum Schwanken gebracht wurde.