„Eine Klasse vor Gericht“
Am 15.04.26 waren wir mit unserer Klasse 8e im Rahmen unseres Gemeinschaftskundeunterrichts bei einer Gerichtsverhandlung. Hier konnten wir die verschiedenen Themen, die wir in den letzten Wochen zum Oberthema „Jugendliche und das Recht“ besprochen hatten, in der Realität am Amtsgericht beobachten. An diesem Tag bekamen wir viele Eindrücke davon, wie die Arbeit am Gericht abläuft.
Zu Beginn der Verhandlung wirkte alles sehr streng und diszipliniert, mit der Zeit brachte die Richterin aber sogar kleine humorvolle Sprüche, obwohl der Angeklagte gegen seine Bewährungsauflagen verstoßen hatte und nun zum zweiten Mal vor Gericht stand. Trotz der großen Zuschauermenge durch unsere Klasse blieb der Angeklagte nach außen hin überraschend locker. Generell hatten wir uns das Verfahren viel strenger und ernster vorgestellt.
Obwohl es zwar lockere Stellen gab, gab es auch Momente, in denen die Richterin sehr ernst wurde. Sie machte den erst 18-jährigen Angeklagten darauf aufmerksam, welche Folgen es haben würde, wenn er sein Verhalten in Zukunft nicht verändert. Allerdings fiel es uns manchmal schwer, alles genau zu verstehen, da viel Fachsprache verwendet wurde und auf Gesetzesparagrafen verwiesen wurde, die uns nicht bekannt waren.
Es kamen auch zwei Personen der Jugendgerichtshilfe zu Wort, die sehr ausführlich die schwierige Lebensgeschichte des Angeklagten erzählten. Wir hatten nicht erwartet, dass der Angeklagte so viel Unterstützung bekommen würde, da sie sich sehr für ihn einsetzten. Wir lernten auch das Amt des Schöffen genauer kennen und konnten den beiden Vertretern nach der Verhandlung noch Fragen zu diesem Amt stellen.
Lea D. & Lea S. (8e)









