Wenn aus Gästen Freunde werden

Am Montag nach den Osterferien, dem 13.04., war es endlich so weit: Das lange Warten hatte ein Ende. Voller Vorfreude machten wir uns auf den Weg zum Stuttgarter Flughafen, um unsere Austauschschülerinnen und -schüler endlich wiederzusehen. Auch der anschließende Empfang an der Schule war etwas ganz Besonderes: Eltern, Geschwister, Lehrkräfte, Herr Lang und wir Schülerinnen und Schüler bereiteten unseren spanischen Gästen einen herzlichen Empfang und ließen den Nachmittag bei kleinen Snacks in entspannter Atmosphäre ausklingen. Nach einem ersten gemeinsamen Abend in den Gastfamilien startete am Dienstag direkt das offizielle Programm. Wie schon bei unserem Besuch in Spanien wurden auch unsere Gäste im Rathaus von Leinfelden-Echterdingen feierlich begrüßt.

Die folgenden zwei Wochen waren geprägt von vielfältigen Eindrücken und gemeinsamen Aktivitäten. Auf dem Programm standen Besuche im Mercedes-Benz Museum und im Porsche Museum – für viele echte Höhepunkte – sowie eine Ausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart. Darüber hinaus nahmen die Austauschschülerinnen und -schüler an Stadtführungen durch Leinfelden-Echterdingen, Stuttgart und Esslingen teil, die teilweise von uns selbst organisiert wurden. So erhielten sie nicht nur Einblicke in die deutsche Kultur, sondern lernten auch unsere Region aus erster Hand kennen.

Ein besonders schönes Beispiel für gelebte Tradition und interkulturellen Austausch war das gemeinsame Zubereiten schwäbischer Maultaschen, das allen viel Freude bereitete. Ein herzlicher Dank gilt dabei der historischen Gaststätte Ochsen für die Unterstützung.

Das Wochenende gestalteten die Gastfamilien individuell. Einige besuchten gemeinsam das Frühlingsfest, andere verbrachten den Tag in der Wilhelma und entdeckten dort die beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt.

Unvergesslich bleiben vor allem die gemeinsam organisierten Abende – etwa beim Bowlen in Böblingen oder bei Treffen am Sportzentrum. Gerade in diesen Momenten wurde deutlich, wie eng wir als Gruppe zusammengewachsen sind. Nach zehn Tagen fühlte sich der Austausch längst nicht mehr wie ein Treffen zwischen Gastgebern und Gästen an, sondern wie das Zusammensein unter Freunden. Es entstanden zahlreiche neue Freundschaften, intensiver als viele von uns erwartet hatten.

Schließlich kam jedoch der Tag des Abschieds. Am Flughafen flossen viele Tränen, denn das Loslassen fiel schwer. In kurzer Zeit waren wir uns so nah gekommen, dass die Trennung umso schmerzlicher war. Dennoch gingen wir mit einem guten Gefühl nach Hause – auch, weil viele Versprechen gegeben wurden, sich bald wiederzusehen. Die gemeinsame Zeit mit unseren spanischen Partnerinnen und Partnern wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

Ein besonderer Dank gilt auch unserem Schulleiter Herrn Lang, dessen Unterstützung viele dieser wertvollen Erlebnisse erst möglich gemacht hat.