Konzert in Socken am Bodensee

Nach unserer Ankunft wurden wir herzlichst von Karen Benda begrüßt, die uns anschließend eine Führung durch die Schule und eine Einführung in das Schulkonzept gab. Hier werden immer drei Jahrgänge gemeinsam unterrichtet von einem Dreier-Lehrerteam und statt Noten gibt es ausführliche Entwicklungsgespräche. Außerdem bleiben die Schuhe im Eingangsbereich – so dass wir auch unser Konzert zwar in Konzertkleidung, aber ohne Schuhe spielten. Nachdem wir unsere Schlafplätze in den gemütlichen Klassenzimmern eingerichtet und in der Wohnküche gepicknickt hatten, kühlten wir uns im Bodensee ab. In der Abendprobe machten wir uns dann mit dem Raum vertraut und trafen die finale Auswahl der Stücke fürs Konzert, bevor wir den Abend bei Pizza und Gesprächen ausklingen ließen.

Am nächsten Tag mussten wir die Klassenzimmer vor Unterrichtsbeginn räumen. Wie gewohnt stieg die Spannung während unserer Generalprobe, was auch daran lag, dass wir nicht wussten, wie unser Konzert bei unserem Publikum ankommen würde: Für beide Seiten war das Konzert eine neue Erfahrung – für uns, weil wir zum ersten Mal für eine andere Schule vorspielten, und für das Publikum, weil es zuvor wenig bis keinen Kontakt zu klassischer Musik gehabt hatte. Zu unserer Freude begeisterte das anschließende Konzert sowohl Große als auch Kleine, und alle hörten aufmerksam zu.

Als Dank für unseren Auftritt hatten die Fünftklässler der Schule für uns ein Mittagessen vorbereitet, das wir gemeinsam aßen, wobei wir etwas ins Gespräch kamen. Am Nachmittag fuhren wir dann nochmals an den See, bevor es auch schon nach Hause ging.

Hoffentlich konnten wir die Schüler mit unserem Konzert dazu motivieren, mehr Musik zu machen, wenn nicht sogar ein eigenes Instrument zu lernen. Wir würden uns darüber freuen, wenn wir dieses Erlebnis nächstes Jahr wiederholen könnten.

Insgesamt war es für uns eine großartige Erfahrung, bei der wir viel musizieren und als Gemeinschaft viel Schönes unternehmen konnten.

Richard Guo, Ida Höhne, Kl. 10