Schulleitung

 

Wolfgang Krause Schule hat sich früher und heute in jeweils wechselnden gesellschaftlichen Veränderungen definieren und bewähren müssen. Da die Mediengesellschaft Jugendlichen kaum noch Orientierungspunkte liefert, verlangt dies heute vor allem, dass sich Elternhaus und Schule als Erziehungspartner begreifen, um Orientierungshilfen zu schaffen. Schule bildet immer die Generation von Morgen aus. Unseren Schülern Grundwerte zu vermitteln, ist deshalb ebenso notwendig, wie sie auf die beruflichen Herausforderungen vorzubereiten.

Neben vorgegebenen Inhalten legen wir daher in der Umsetzung dieser Aufgabe besonderen Wert auf methodische und soziale Kompetenzen und eine frühzeitige Berufsorientierung. Zugleich müssen wir künftig gezielt überprüfen, wie erfolgreich unsere Bemühungen sind. Daran arbeiten wir.

Wolfgang Krause, OStD
Schulleiter


Liebe Schulgemeinde

nach sechseinhalbjähriger Tätigkeit als Lehrer und stellvertretender Schulleiter muss ich mich, auch für mich überraschend, vom PMHG verabschieden. Als ich 2005 von Málaga nach Echterdingen kam, fragte mich Herr Krause, ob ich mich vielleicht bald auf eine andere Funktion an einer anderen Schule bewerben würde. Das konnte ich verneinen, mir gefiel es sehr in Echterdingen.
Der einzige Grund, von hier wegzugehen war schon damals, noch einmal an einer deutschen Schule im Ausland zu arbeiten. Mit den Jahren überschritt ich dann die Altersgrenze für Auslandslehrer, bis diese angehoben und mir nun eine Stelle an der Deutschen Schule in Rio de Janeiro angeboten wurde, die ich gern angenommen habe.
Das Schuljahr beginnt in Brasilien in unserem Winter, das heißt, schon am 01.02.2012, so dass nach den Weihnachtsferien nun die letzten drei Wochen meiner Arbeit am PMHG anbrechen. Die neue Arbeit ist eine große Herausforderung, auf die ich mich freue, dennoch fällt mir der Abschied nicht leicht, nicht nur wegen der vielen netten Schülerinnen und Schüler, wegen des freundlichen Kollegiums und der guten Zusammenarbeit im Team der Schulleitung und Verwaltung, sondern auch wegen der vielen Erneuerungen, die das PMHG in den letzten Jahren erfahren hat. Den Indienaustausch hätte ich zum Beispiel sehr gern noch länger mit betreut. Meine unterdessen umfangreichen Erfahrungen mit unterschiedlichen Schulen haben mich aber gelehrt, dass Lehrer ebenso zu ersetzen sind wie andere Menschen und nach einem halben Jahr denkt kaum noch ein Schüler an den Deutschlehrer des vergangenen Jahres. Umgekehrt ist es anders, Erlebnisse mit Klassen und Schülern, mit Kollegen und Eltern prägen sich ein und sind Grund für die Begeisterung, mit der trotz aller Unkenrufe die allermeisten Lehrerinnen und Lehrer ihren Beruf ausüben.
Ich freue mich sehr, in meinen letzten Berufsjahren noch einmal die Gelegenheit bekommen zu haben, unter ganz neuen Bedingungen zu arbeiten und fürchte mich nur davor, bei der WM in zwei Jahren nicht die "richtige" Mannschaft anfeuern zu können. Bei aller Liebe zu Brasilien, am Ende feuere ich halt doch Deutschland an und das mag vielleicht in zwei Jahren in Rio de Janeiro zu Missverständnissen führen.

Ihr Detlev Devantié